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Schottland 2017

Anreise

Um 12 Uhr nach der letzten Dialyse ging es los. Peter, Dieter, die Motorräder und ich. Um 17 Uhr erreichten wir den Hafen von Calais und erfuhren, dass wir schon eine Fähre eher fahren konnten. Wir ließen uns das nicht zweimal sagen und checkten ein. Um 18 Uhr startete das Schiff und wir erlebten die Abfahrt bei Fish & Chips im Speisesaal des Schiffes.

Da das Wetter im Kanal gut und kein Seegang war brauchten wir für die Überfahrt nur 1 Stunde. Um kurz vor 19 Uhr englischer Zeit kamen wir in Dover an. Nicht vergessen, die Uhren in England werden 1 Stunden zurückgestellt. Wir beschlossen Dover zu verlassen und außerhalb ein Bed & Breakfast zu suchen. Laut Navi gibt es um Dover herum jede Menge B&B´s aber wir haben nur sehr wenige gesehen. Da wir unseren Hänger mit den Motorrädern nicht am Straßenrand stehen lassen wollten sind wir weiter und weiter gefahren. Mit mehreren Rasten erreichten wir Schottland um 3 Uhr 20 Nachts. Auf einem Schild hieß es : Wellcome to Scottland. Damit hatten wir die Hälfte der Strecke geschafft. 

Die Männer wechselten sich immer wieder ab und ich döste immer wieder ein. Am nächsten morgen um 7 Uhr erreichten wir dann den Achnahillin Holiday Park. Wir waren natürlich viel zu früh, aber Mrs. Anita Gibson die Chefin des Campingplatzes machte es möglich fast sofort einzuziehen.

Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt hatten, schliefen wir Erstmal den Schlaf der gerechten.

Nach unserem ausgiebigen Mittagsschlaf beschlossen wir nach Inverness zu fahren. Wir fuhren in die Innenstadt von Inverness. Viele alte Häuser und Geschäfte gab es dort.Wir landeten schließlich in dem Restaurant Filling Station, wo wir dann zu Abend aßen. Dieter bestellt sich Spareribs mit Buffalosoße, die sehr lecker waren. Papa aß eine Pizza und ich bestellt mir Tintenfischringe und Garlicbread. Das Garlicbread kann ich nur empfehlen. Mit Googles Hilfe fanden wir anschließen wieder zurück zum Campingplatz .

Bealach na ba Pass

Um 7 Uhr ging der Wecker und nach einem Reichhaltigen Frühstück ging es um 9 Uhr los. Wir fuhren an vielen kleinen Seen vorbei.An Schafherden die auseinander-stoben, als wir vorbeifuhren. Zum Aufwärmen hielten wir am Chianel Inn an. Das Eileen Donan Castle liegt idyllisch auf einer Landzunge in Dornie am Loch Dulch. Das Castle ist bekannt durch einige Filme, wie z.b. Highlander oder Rob Roy.

Danach ging es über malerische Straßen duch die Highlands zur Applecrosshalbinsel auf den Bealach Na Ba Pass.In Tornapress beginnt er und windet sich über Single Track Roads in Kurven und Kehren auf 626 m hoch.

Die Aussicht dort oben ist grandios und es ist ein Muss dort oben zu halten und die weite Sicht zu genießen Von der Passhöhe aus geht es dann abwärts zu dem kleinen Ort Applecross

Diesen ließen wir aber links liegen und fuhren entlang des Meeres oberhalb der Küste Bei schönstem Sonnenschein konnte man bis zum anderen Ufer schauen.Man muss dort aber sehr vorsichtig fahren. Viele Schafe rennen dort rum, auch mitten auf der Straße. 

Ebenfalls auf dieser Küstenstraße fanden wir uns plötzlich in Gesellschaft von einer Herde Highland - Rindern wieder.

Diese urigen Viecher mit ihren riesigen Hörnern grasten oder lagen am Straßenrand.

In einem Meeresarm liegt das malerische Örtchen Shieldaig. Dort in einem kleinen Bistro namens Nannys, aßen wir zu Mittag. Der örtliche Fischer beliefert die Inhaber mit frischem Lachs und Lobster. Wir aßen die leckeren Lachsandwisches mit süßem Senf, Chips und Salat. Ihr könnt dort auch sehr leckeren selbstgemachten Kuchen kaufen. 
Von Shieldaig ging es über Torridon, Cortin wieder Landeinwärts Richtung Inverness zurück zum Campingplatz.

Nationalpark, 4 Pässe, Military Road

Nach einem Frühstück ging es um 9 Uhr los. Entlang der A9 an Tomatin vorbei ging es am nordwestlichen Rand des Nationalparks an saftigen grünen Wiesen und ganz tollen Herrenhäusern vorbei..

Die erste Rast fand an einem kleinen Ort namens Feshiebridge statt. Es bestand nur aus 3-4 Häusern und einer wunderschönen Steinbrücke.

Die Straße entlang des Loch Tummels ist wunderschön. Mal kommt man dem Ufer sehr nahe, mal ist die Sicht zum Loch Tummel durch ein Wäldchen verdeckt. Hinter dem Loch Tummel erreichten wir Pitlochry. Ein etwas größerer sehr Touristischer Ort mit einem Castle und einer Destillerie, die man beide besichtigen kann.

Oberhalb von Pitlochry liegt ein kleiner malerischer Ort namens Moulin. Der Mittelpunkt des Ortes ist dann Moulin Hotel. Dann Inn vom Moulin Hotel wurde 1695 gebaut. Ich empfehle einen Blick in diesen uralten Pub zu werfen. Dort hatten wir dann unser Mittagessen. Fisch & Chips, Lachssandwich und Krabbensandwich.

Danach ging es weiter in dem National Park. Durch Baumlose Berge und Täler ging es in ein Skigebiet namens Glenshee. Dort ist ein riesiges Skigebiet. Im Glenshee Ski Centre haben wir uns mit Kaffee und Tee wieder aufgewärmt. Man kann dort mit dem Lift für 5 Pfund auf 616 m hochfahren.

Die A939 (Old Military Road) liegt im Herzen des Cairngorms National Park in den schottischen Highlands und ist möglicherweise eine der schönsten Straßen in Großbritannien. Die Straße umfasst sehr steile Abschnitte (bis zu 20% Steigung). Diese Bergstraße ist 95,9 km lang.

 

 

 

Danach ging es weiter auf der alten Military Road, an vielen Castles vorbei. Am River Dee liegt Ballmore Castle. Der Rückzugsort der Queen in Schottland. Von der Straße aus sieht man nur ein paar Türmchen mit der schottischen Fahne obendrauf. Man kann das Schloss auch besichtigen.

 

 

 

 

 

 

Von dort ging es in die weiten der Highlands, wo nur Schafe leben. Deswegen aufpassen !Sheeps on the Road! Und langsam fahren. Es ist ein Genuss dort zu fahren. Durch die Unendlichen weiten und den Anstieg der Straße, kommt es einem vor, als fährt man direkt in den Himmel. 

Über verwunschene Ortschaften und malerischer Landschaft ging es zurück zum Auchnahillin Caravan Park.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Isle of Skye , Harry Potter Bridge

Obwohl morgens der Himmel schon bewölkt war und es regnete, beschlossen wir trotzdem loszufahren. Regenkombis waren im Gepäck dabei. Wir fuhren erst mal Richtung Dores, eine kleiner Ort, der am Loch Ness liegt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Loch Ness hielten wir an um nach Nessie zu schauen, aber das Monster von Loch Ness ließ sich heute nicht sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von dort ging es zur Bridge of Oich. Dort mussten wir dann unsere Regenkombis überziehen, da doch ziemlich heftig regnete. Anschließend fuhren wir an Loch Lochry Richtung Garlochy. Entlang des Caledonian Canal ging es nach Fort Williams. Fort William ist eine größere Stadt in den westlichen Highlands von Schottland. Sie liegt am Loch Linnhe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Road to Isle führt entlang der Küste nach Mallaig. Mallaig liegt an der Westküste Schottlands und ist ein wichtiger Fischerei und Fährort. Von dort startet auch die nostalgische Eisenbahn, the Jacobite, die durch die Highlands fährt. Von Mallaig aus wollten wir mit der Fähre nach Skye übersetzen, aber man teilte uns mit das an diesem Tag alle Fähren nach Skye ausgebucht wären. Daher empfehle ich die Fähre schon ein paar Tage vorher zu buchen. Evtl. auch schon von zuhause. Enttäuscht fuhren wir wieder nach Hause, aber dafür gingen wir lecker in Inverness essen.

 

 

 

 

 

Westküste Ulla Pool

Nach dem wach werden um 7 Uhr werfe ich einen Blick aus dem Fenster. Der Wetterbericht scheint wohl recht gehabt zu haben. Ein strahlender Morgen die Sonne scheint und ich freue mich schon auf die bevorstehende Tour. Heute soll es an die Westküste gehen. Erst mal Kaffee und eine Zigarette zum wach werden. Kathi und Peter sind auch Mittlerweile wach geworden. Jetzt erst mal Frühstücken. Anschließend machen wir uns fertig, Kathi kann heute nicht mit fahren Sie wird abgeholt zur Dialyse nach Inverness.

09 :00 Uhr brechen Peter und ich dann auf. Zunächst fahren wir die A9 Richtung Inverness tanken. Der Sprit – Vorrat sollte wenn man durch das Landesinnere über die Abgelegenen Routen fährt min. 200 Km reichen. Bei Cormarty Firth verlassen wir die A9 und los geht es über einsame Single Roads mitten durch die Highlands.

 

 

 

 

Immer wieder überqueren wir verschiedene Flüsse auf wunderschönen Brücken aus Granit die sich quer durch die Highlands schlängeln. Vorbei an Kyleof Sutherland und anhalten sollte man am Raven;s Rock. Hier kann man einen kurzen Spaziergang machen der die Atemberubend Natur der Highlands widerspiegelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es über Rosehal am River Qykel vorbei. In dieser fantastischen Landschaft binden sich immer wieder kleine Seen in die Landschaft ein. Bei Loch Assynt sollte man auf jeden Fall noch mal Kurz anhalten und das Panorama genießen. Links der See mit ein paar Ruinen und Rechts davon die Berge

 

 

 

 

Kurz darauf sind wir dann zunächst auf die A 894 Richtung Loch a Charin Bhain abgebogen. Auch hier aufgepasst rechts und Links von uns weiden wieder jede Menge Schafe. Am Loch a Charin Bhain verlassen wir die A 894 und fahren eine Fantastische Strecke die B 809. Eine Single Road die von der Natur eingefasst ist.

Immer wieder erleben wir die Wunder der Natur. Doch sollte man sich nicht zu sehr davon einfangen lassen die Straße ist doch teilweise sehr Anspruchsvoll. An der Clasnessie. Bay sollte man noch mal eine pause einlegen und den Ausblick genießen.

Weiter geht es über die B 869 doch wir kamen nur ein paar Meilen da wurden wir wieder eingefangen von der Sagenhaften Natur. Nur wenige Meter von uns steht ein Hirsch mit seinem prächtigen Geweih. Noch fasziniert von dem Anblick vergaßen wir die Kamera raus zu holen dann war er auch schon wieder weg.

Vorbei an der Küste von Ther Minch und Achmelvich Bay Richtung nach Loch Inver. Kurz vor Loch Inver auf der verläuft die Single Road am Meer vorbei wo ein Felsen vor einer Kurve die Straße noch weiter verengte und man sie nicht einsehen konnte. Vorsichtig fuhr ich mit Schrittgeschwindigkeit in die Kurve ein. Am Scheitelpunkt kam uns ein PKW entgegen der Dies wohl unterschätzt hatte und drängte mich Richtung Felsen ab ich wich auf den schmalen Schotter – Streifen aus. Es fehlten nur ein paar cm und ich wäre an der Felswand hängen geblieben. Kurz Luft geholt und weiter ging es.

Doch die wunderschönen Ausblicke ließen uns das schnell wieder vergessen. In Höhe Enard Bay verließen wir die Straße auf einer Single Road die nicht näher benannt ist vorbei am Loch Lurgainn und dem River Ruine Richtung Ulla Pool.

Nun ging es über die B 835 wo uns neben her der River Broom bis zum Loch Droma begleitete. Ab Loch Galscarmoch verlief der Galscarmoch River der später in Black Water und an der B 835 weiter verlief und im Loch Grave Mündete und am Ende vn Loch Grave uns wieder bis Contin begleitete.

Hier machten wir eine kurze Pause und konnten endlich tanken. Von hier auch ging es dann vorbei an der Beauly Firth über Inverness zurück zum Campingplatz.

Fazit: Atemberaubende 400 Km Diese Tour gehört zu einem meiner schönsten Erlebnisse. So schön die Tour auch ist so Anspruchsvoll ist sie auch.

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Destillerie Glen Ord

Heute haben wir beschlossen die Motorräder stehen zu lassen um uns ein wenig die Füße zu vertreten. Wir beschlossen die Destillerie Glen Ord zu besichtigen sie ist eine Whiskybrennerei bei Muir of Ord auf der Halbinsel Black Isle, Ross-shire

Los ging es. Angekommen kauften wir zunächst die Tickets für die Führung durch die Destillerie.

Da wir noch etwas Zeit hatten bevor die Führung begann, nutzten wir diese um uns in den Schau und Verkaufsraum um zu schauen.

Kurze Zeit später kam eine Junge Frau die uns zur Führung zusammen rief.

Da mein Englisch nicht ganz so gut war, hatte Kathi mir während der Führung einiges Übersetzt. In den einzelnen Bereichen die wir besichtigten waren immer Schilder angebracht, worauf die einzelnen Vorgänge auf Deutsch erklärt wurden.Zum Schluss gab es wie üblich noch ein kleine Kostprobe

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Intensiven Geruchs des Alkohols in der Nase gingen wir noch mal in den Verkaufsraum wo wir uns mit einigen leckeren Dingen eindeckten.

 Da der Tag noch jung war genossen wir noch einmal die Gegend um Loch Ness.Hungrig geworden fuhren wir dann nach Inverness wo wir uns einige Pizzen besorgten.Zurück zum Campingplatz verbrachten wir den Abend bei Pizza und Wein.Wir ließen die Zeit noch einmal Revue passieren. Denn morgen treten wir die Rückreise an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit:

Es war eine sehr schöne Zeit die wir nicht missen wollen. Wir kommen auf jeden Fall wieder.Es gibt noch so viele schöne Gebiete die wir in der kurzen Zeit nicht erleben konnten. Für Schottische Verhältnisse hatten wir fantastisches Wetter. Die Regenkombis brauchten wir nur ein mal.
Wir liebten die einmaligen Naturschauspiele, die Einsamkeit, die Ruhe, die schroffen Küsten und natürlich die Schottische Geschichte die uns immer und überall begleitete.Man kann versuchen die Eindrücke und Impressionen in Bildern und Videos wieder zu geben. 
Doch man muss es einfach selbst erlebt haben um dieses Land zu lieben