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Schwarzwald 2018

Anreise

Es war einmal in einem fernen Land, als der Prinz sich aufmachte seine Prinzessin …...

 

Ja... ja… Ok...

 

Nein diesmal ging es in den Süden von Deutschland. Genau genommen machten wir halt im Schwarzwald, wo wir eine nette Ferienwohnung auf einem Bauernhof nahe dem Titisee hatten. Nachdem wir gut angekommen waren ließen wir uns zu verschiedenen Gaumenfreuden und Bier hinreißen und besprachen den nächsten Tag.

Rheinfall bei Schaffhausen (Schweiz)

6:00 Uhr noch bevor der Wecker klingelte, wurden wir vom Gezwitscher der Vögel wach. Wir hatten nämlich 3 Nester über dem Balkon im Dachgiebel 2 mal Schwalben und einem Spatzen Nest. OK habe ich mir gedacht Kaffee und Kippe ab auf dem Balkon. Es war kühl und die Sonne versuchte sich durch den Frühnebel zu arbeiten. Es bahnte sich ein schöner Tag an. Die anderen wurden nun auch langsam wach. Nach dem Frühstück machten wir und dann auf dem Weg.

Noch kurz die Motorräder überprüft und ab über kleine Straßen entlang der Wutachschlucht in die Schweiz zum Rheinfall in Schaffhausen.

Ein optisches und akustisches Erlebnis der ganz besonderen Art ist der Rheinfall in Schaffhausen unweit der deutsch-schweizerischen Grenze. Er hat eine Breite von 150 Metern und einer Höhe von fast 25 Metern.

Pro Sekunde stürzen hier knapp 400 Kubikmeter Wasser tosend hinab.

Weiter ging es über kleine Bergstraßen und Schluchten. Gefangen von der Schönheit der Natur hielten wir inne und ließen das alles auf uns wirken.

Albschlucht Wasserfall

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir unsere morgendlichen Rituale vollzogen haben ging es los.

Zunächst vorbei am Titisee und Schluchsee über Sankt Blasien.

Bei Sankt Blasien fällt einem direkt der Dom ins Auge.

Mit einer Höhe von 63 m und der Kuppel mit einer Spannweite von 36 m.

Die Kuppel, zählt auch heute noch zu einer der größten Europas.

Unweit von Sankt Blasien ging es weiter zum Albschlucht Wasserfall der nur wenige Km von Sankt Blasien entfernt ist.

Die Albschlucht hat eine Länge von ca. 500 m und eine Höhe von ca. 30 m.

Weiter ging es über kleine und abgelegene Straßen quer durch den Schwarzwald bis hoch zum Kaiserstuhl. Der Kaiserstuhl ist ein bis 556,6 m hohes, kleines Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs.

Von hier über den Rhein ist es nur noch ein Katzensprung in die Vogesen, die wir uns aber für das Nächte mal aufheben.

Neben der klimatischen Milde reizt hier vor allem auch die Vielfalt der Landschaft.

Die reicht von unendlich weiten Weinbergen bis zu Obstbaum - Plantagen, von sanften  Hügeln bis zu den dicht bewaldeten Höhen des Schwarzwalds.

Wer meint, nur in Schottland gibt es ,,Single Roads''sollte sich mal auf dem Weg in den Schwarzwald machen. Natürlich hat jedes Land seine eigenen Reize. Schottland mit den unendlichen weiten steilen Küsten und rauem Klima. Der Schwarzwald mit seinen Bergen, Tälern und Schluchten. Aber egal ob Schottland oder Schwarzwald wir wurden immer wieder von der Schönheit der Natur eingefangen, die uns oft zum Verweilen einlud.

Nach einigen Hundert Km durch bezaubernde Landschaften kamen wir wieder in unserer Ferienwohnung an. Am Abend nach ein paar Bier und Spaghetti ließen wir den Tag noch mal Revue passieren.

 

Schauinsland

 

 

 

 

Nachdem die ersten Sonnenstrahlen und das Zwitschern der Vögel auf unseren Balkon uns wieder frühzeitig geweckt hatten, machten wir uns wieder auf dem Weg.

Geplant war über Schauinsland die abgelegen Bergregionen und kleinen Straßen.

Zunächst fuhren wir Richtung Schauinsland.

Schauinsland befindet sich im Südschwarzwald in der Nähe von Freiburg im Breisgau.

Bekannt wurde sie durch die ADAC-Schauinsland-Rennen, die zwischen 1925 und 1984 durchgeführt wurden.

Auf nur zwölf Kilometern sind 173 Kurven zu meistern, bis zu der 800 m höher gelegenen Bergstation am Gipfel.

 

Das Kurvenangebot und alle denkbaren Schräglagenerlebnisse sind hier ein Traum. Immer wieder wurden wir von den faszinierenden Fernblicken und den malerischen Orten eingefangen.

Fototour

 

Der blick in die Kaffeedose verheißt nichts Gutes. Ohne Kaffee ist es wie ohne Motorrad, es ist zwar möglich aber Sinnlos. Kaffee startet den Motor, regt den Blutdruck an und steigert die Konzentration.

Wir müssen einkaufen.

Da Kathi heute wieder zur Dialyse muss beschlossen wir heute nicht zu fahren. Stattdessen einen Ruhetag einzulegen. Nachdem wir Kathi zur Dialyse gebracht hatten, fuhren wir einkaufen.

Um nicht wieder morgens in eine fast leere Kaffeedose zu schauen, kauften wir, direkt mehre Pakete Kaffee.

Natürlich blieb es nicht dabei.

Wer schickt denn auch schon Männer einkaufen. Damit wir nicht unter Zuckerentzug und Durst leiden mussten sorgten wir dementsprechend ausgiebig vor.

Nach dem Einkaufen und wieder auf dem Hof angekommen brühten wir uns erst mal eine Kanne Kaffee auf die unsere Lebensgeister wieder weckte.

Frisch und motiviert machten wir uns dann auf ein paar Fotos von unserer nahen Umgebung zu machen.

 

Als Kathi von der Dialyse kam beendeten wir den Tag mit einem Leckeren Abendessen am Titisee.  

Kandel, Feldberg

07:15 Uhr die Jungvögel auf unserem Balkon haben uns wieder liebevoll geweckt.

Langsam werden sie flügge. Vom Balkon aus konnte ich sehen, dass die Kühe auf die Weide getrieben wurden.

Also Zeit frische Mich und Eier bei der Bäuerin zu holen. Nach dem Frühstück ging es wieder los.

Heute steht der Kandel und Feldberg auf dem Programm. Zunächst ging es wie üblich wieder über kleine abgelegene Straßen Richtung Trieberg.

 

Eine traumhafte Strecke die uns wieder durch Kurvenreiche bewaldete Straßen und abgelegene Dörfer führte.

Doch der Tag hielt ein paar kleine Überraschungen für uns bereit. Zunächst fiel meine GoPro aus entweder hatte ich sie nicht richtig aufgeladen oder der Akku hatte sich verabschiedet.

Kurze Zeit später fiel an Peters BMW das Licht aus. Doch wir hatten Glück im Unglück, einige Km später kamen wir an einer Motorradwerkstatt vorbei. Der Zufall war uns gnädig. Mal eben die Birne austauschen :-).

Der Werkstattmeister hatte die passenden Leuchtmittel da. OK Verschlusskappe ab neue Birne rein. Na ja die Technik belehrte uns eines Besseren. Die Kappe ließ sich nicht entfernen. Der Werkstattmeister übernahm. Nach einer halben Stunde war die Kappe endlich ab.jetzt nur noch den Stecker abziehen und neue Birne rein. Pustekuchen......die Stecker waren verschmort.

Wo jetzt Ersatzteile herbekommen? Improvisieren war die Devise.

Wir schnitten den Stecker ab und löteten einen Stecker von einer anderen Maschine an. Noch kurz die Sicherung ausgetauscht und das Licht funktionierte wieder. Nicht Original aber es funktionierte. 

Nach knapp 2 Stunden Zwangspause ging es dann weiter über die L101 und L110 Richtung Waldkirch.

Hinter Wadkirch ging es dann hinauf auf dem Kandel.

 

Der Kandel ist mit 1241 m die höchste Erhebung im mittleren Schwarzwald mit einem fantastischen Ausblick, wo wie eine kleine Pause einlegten, um die Aussicht zu genießen.  

 Weiter ging es dann über die legendäre „Schwarzwaldhochstraße“ die 65 Kilometer weit über die schönsten und aussichtsreichsten Höhen des nördlichen Schwarzwalds führt. Hier machten wir eine größere Pause und aßen zu Mittag. Anschließend ging es über die 70 Kilometer lange „ Panoramastraße “ zwischen Waldkirch im Elztal und dem Höhenluftkurort Hinterzarten oberhalb des Höllentals. Die Stecke begeistert alle, die sich an sanften Kurven und weiten Ausblicken berauschen wollen. Da wir noch nicht genug hatten, ging es noch einmal auf den Feldberg hoch. Von dort vorbei am Schluchsee und Titisee ging es dann wieder zu unserer Ferienwohnung. Ein fantastischer Tag mit Unendlich vielen Kurven atemberaubenden Ausblicken und Impression ging nun zu Ende.  

Todtnauer Wasserfall, Besucherbergwerk Schauinsland

Am letzten Tag haben wollten wir die Motorräder stehen lassen und einen Ausflug machen. Auf dem Programm stehen der Todtnauer Wasserfall und das Besucherbergwerk Schauinsland. Nach dem Frühstück und einer Kanne Kaffee machten wir uns auf den Weg. Zuerst fuhren wir zum Todtnauer Wasserfall. Nach rund einen Km vom Parkplatz erreichten wir den Wasserfall. Am Fuß des Wasserfalls, die letzte und höchste Stufe war schon sehr beeindruckend. Kathi und Peter kletterten dann noch die 97 m hoch zum höchsten Punkt des Wasserfalls von wo er noch beeindruckender war.

Nach ca. 2 Stunden machten wir uns dann auf dem Weg zum Besucherbergwerk Schauinsland. 

Beim "Museumsbergwerk Schauinsland" handelt sich um ein Besucherbergwerk und Museum.

Das in 800 Jahren auf der Suche nach Silber, Blei und Zink im Schauinsland geschaffene Bergwerk ist mit ca. 100 km Länge, verteilt auf 22 Etagen, das größte im Schwarzwald und der Vogesen.

Die Temperatur im Inneren des Bergwerks liegt bei kühlen 10 Grad. Durch die Tiefer liegenden Schächte die Seitlich im Berg getrieben wurden verfügt das Bergwerk über eine natürliche Kamin Belüftung. Dadurch ist die Luft besonders rein.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Am Abend fuhren wir dann noch zum Titisee um den Tag bei einem Abendessen ausklingen zu lassen. Wie auch die Tage zuvor ließen wir den Tag noch einmal Revue passieren.

Wieder an unserer Ferienwohnung angekommen, haben wir die Motorräder auf den Hänger geladen.

Nun heißt es packen denn morgen früh geht es wieder nach hause. 

Fazit

Wie eine Sinuskurve schwingen sich die Straßen bergauf und bergab, durch die Felsentäler. Vorbei an den ursprünglichen Wasserspiegeln der Wasserfälle und Seen. In einer Form von schmalem Asphalt. tiefen Schluchten und engen Kehren. Atemberaubende Ausblicke machen die Touren zu einem einmaligen Erlebnis.