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Deutschlands Osten und Tschechei 2019

 

Angekommen jetzt liegen 9 schöne Tage vor uns.

Woher ich das weis? 

Weil ich beschlossen habe das jeder Tag die Chance verdient hat der schönste in meinen Leben zu werden

In Loschwitz auch Loschwitzer Elbhänge ein Stadtteil von Dresden, von dem man einen fantastischen Ausblick ins Elbtal hat, befand sich unsere Ferienwohnung. Von Blasewitz aus über die Loschwitzer Brücke (auch blaues Wunder genannt), erreichten wir unsere Ferienwohnung.

Ein altes Winzerhaus aus dem letzten Jahrhundert.

Jetzt hieß es erst mal auspacken und die Motorräder abladen. Die Frauen kümmerten sich um das Gepäck und wir Männer luden die Motorräder ab. Nachdem wir uns im Haus aufgeteilt hatten, machten wir es uns erst mal gemütlich.

Bei Kaffee, Bier und ein paar Snacks besprachen wir den morgigen Tag, den wir mit einer Tour durch die Sächsische Schweiz beginnen möchten.

 

 

Sächsische Schweiz

Ausgeruht und nach einem opulenten Frühstück machten wir uns auf dem Weg.

Über kleine Nebenstraßen vorbei an Schloss Schönfeld der Basteistraße (Nationalpark Sächsische Schweiz) entlang Richtung Hohnstein.

Leider ist die Kurvenreiche Strecke Richtung Hohnstein am Wochenende für Motorradfahrer gesperrt.

Was aber auch kein Problem darstellt, da wir über eine kleine Landstraße durch den Nationalpark Richtung Porschdorf und von dort über den Höllenweg nach Sebnitz fuhren.

Vorbei an der polnischen Grenze ging es wieder in den Nationalpark Sächsische Schweiz.

Die Sächsische Schweiz ist ein Eldorado für Naturliebhaber mit atemberaubenden Aussichtspunkten, tiefe Schluchten und einzigartigen Felsformationen.

Am Lichtensteiner Wasserfall machten wir Rast und schauten uns den Wasserfall an, der wenig spektakulär, aber bei 36 Grad mussten wir auch Flüssigkeit tanken.

Weiter ging über die Kurvenreiche Strecke durch den Nationalpark bis zur Elbe. Zunächst fuhren wir über eine kleine Nebenstraße an der Elbe entlang und bogen anschließend Richtung Ost – Erzgebirge ab. Doch bevor es weiter ging, hielten wir an der Festung Königstein an. Mit der Bimmelbahn ließen wir uns hoch zur Festung bringen.

Die Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen in Europa und liegt inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein. Nach dem Rundgang durch die Festung entschlossen wir hier auch etwas zu essen. Doch die Entscheidung war nicht eine unserer Besten, da das Preis – Leistungsverhältnis nicht stimmt. Aber noch nicht genug. Nachdem wir an unseren Motorrädern ankamen fanden wir unter der Vierkleidungsscheibe ein Knöllchen. Das Parkverbotsschild 1 ½ km zuvor hatten wir natürlich übersehen. 

Kurz aufgeregt und weiter ging es eine Zeit lang an der tschechischen Grenze entlang. Etwa in Höhe der Talsperre Gottleuba fuhren wir über Glashütte zurück zur Ferienwohnung.

Auch wenn die Tour nur 200 Km lang war, die wir nur über kleine Nebenstraßen, Besichtigungen und den ausreichenden Trinkpausen bei 36 Grad zurücklegten waren wir doch ziemlich erledigt.

Nationalpark Böhmische Schweiz in Tschechien

Sonntag morgen 05:30 Uhr die Sonne scheint und es duftet nach Kaffee.

Ich strecke meine geschundenen Knochen und schau ob noch alles beweglich ist.

Marita sitzt schon auf der Terrasse.

Noch einmal strecken und dann raus aus den Federn. Erst mal Kaffee und eine Zigarette. Ja ich weiß rauchen ist ungesund. Auf der Terrasse ließ sich schon erahnen heute wird es wieder heiß aber erst mal wach werden und den Kaffee genießen. Marita und ich sprachen über die heutige Tour nach Tschechien.

Mittlerweile stand dann auch einer nach dem anderen auf.

10: 00 Uhr war Abfahrt aber vorher gab es noch Frühstück und losging es.

Zunächst fuhren wir der Elbe entlang vorbei an Schloss Pillnitz der Wunderschönen Elbauen Richtung Pirma. Hier legten wir noch einen Tankstopp ein bevor es weiterging durch das fantastische Elbtal mit seinen weitreichenden Auen und zerklüfteten Sandsteinformationen.

 

Bei Schmilka fuhren wir dann über die tschechische Grenze. In Hrensko Bogen wir ab in den Nationalpark aber nicht ohne den Asia - Markt vorher zu passieren.

Unsere Route führte nun quer durch den Nationalpark. Eigentlich sollten die Straßen in einem guten Zustand sein doch die Straße waren kaum breiter als 2,5 und in einem schlechten zustand.Die Strasse wand sich durch die Wälder und der bizarren Felsformationen in engen Kurven und Spitzkehren. So eine traumhafte Landschaft hatte ich noch nicht gesehen. Die Bäume hielten sich nur mit dem Wurzelwerk in dem atemberauben Sandsteinformationen. Der Duft von frisch geschlagenen Holz lag in der Luft und wir passierten immer bizarrere Formationen mit kleinen Höhlen. Hier mussten wir einfach mal anhalten und das ganze auf uns wirken lassen.

Die kleinste bekam natürlich das größte Bier :-)
Die kleinste bekam natürlich das größte Bier :-)

Am Ende des Nationalparks bogen wir Südwärts Richtung Tyrsova ab. Von hier nahmen wir die kleinen Nebenstraßen. Hin und wieder passierten wir kleine Dörfer.

Hier sah es aus als wären wir in einer anderen zeit versetzt worden. Langsam wurde es Zeit eine Gaststätte zu finden denn Leo brummte schon wie ein Bär nach dem Winterschlaf.

Kurz hinter Castolovice neben einer Tankstelle befand sich ein Restaurant, bei dem wir auch draußen sitzen konnten.

Die Speisekarten konnten wir zwar nicht lesen aber ich entdeckte das Wort ,,Steak'' Ich dachte mir wo Steak darauf steht ist auch Steak drin.

Die anderen ließen sich mit Händen und Füßen beraten. Doch die Bedienung war sehr freundlich und zuvorkommend und das Essen fantastisch für 11 € im Schnitt mit Getränke war es zudem auch preiswert. 

Nun machten wir uns wieder auf über die kleinen Nebenstraßen vorbei an Seen, kleinen Dörfern durch Felder und Berge zum Hauptziel unserer Tour die Bikerhöhle Pekelné doly.

„Pekelné doly gehört zu einem der Orte, an denen ein Motorradfahrer mal gewesen sein sollte“

Seit 2003 betreibt der tschechische „Motoklub Pekelné Doly“ die Gaststätte in einer 3.500 Quadratmeter großen Höhle, eingebettet in einem Sandsteinmassiv

Der Clou: Die Höhle ist nicht nur begehbar, sondern man kann mit dem Motorrad in die Höhle hineinfahren und direkt vor dem Tresen halten!

Vor allem an schönen Sommertagen ein dankenswertes Ausflugsziel, denn in der Höhle herrschen konstant 12 Grad.

In der Regel ist die Höhle ganzjährig geöffnet und selbst im Winter ist dort das ein oder andere Event. Hier kann man auch auf Nachfrage übernachten.

Hier machten wir Rast und waren so beeindruckt, dass einem im ersten Moment die Worte fehlen. Jetzt mussten wir erstmal alles erkunden. Wir können es jedem nur empfehlen einmal im Leben da gewesen zu sein. Nach den unzähligen Fotos gönnten wir uns noch einen Kaffee. 

                        Reparatur der Navi - Halterung
Reparatur der Navi - Halterung

Von hier aus ging es entlang der polnischen Grenze durch ein traumhafte Landschaft zurück. Doch einfacher gesagt als getan die kleinen Nebenstraßen waren so schlecht, dass wir stetig mit dem Ausweichen der Schlaglöcher beschäftigt waren.

Aber immerhin waren die Schlaglöcher mit Rot – Orangener Farbe markiert. Doch nach einer Kurve befand sich ein Schlagloch oder war es doch mehr ein Krater, egal ich konnte im letzten Moment ausweichen. Doch Leo und Marita schaffte es nicht mehr und fuhren direkt hinein. Ich wurde direkt langsamer Marita hob ca. einen 1/2 Meter von der Sitzbank ab,

ich dachte nur das war es Leo's Großroller ist durchgebrochen. Doch hatten wir Glück im Unglück, das nichts weiter passiert war. Wir setzten unsere Tour fort doch am Rande des Nationalparks und polnischen Grenze brach meine Halterung für das Navi ab. Auch, wenn wir auf unserer Enduro recht bequem gegenüber den anderen hatten, forderten die Strecken auch hier ihren Tribut. In einem schönen Waldstück hielten wir dann an. Denn in der Sonne wollte ich das nicht reparieren. Das Thermometer zeigt 34 Grad an. Wir nutzten die kleine Zwangspause tranken etwas und die Raucher gönnten sich eine Zigarette. ,, Ja ich weiß Rauchen ist ungesund '' Danach schaute ich mir das Problem an. Es war nichts das ein guter Schlosser mit etwas Selbstverschweißendem Klebeband und ein paar Kabelbindern reparieren konnte. Es wurden Wetten darauf abgeschlossen, ob es bis zur Ferienwohnung hält.

,,nun mittlerweile sind wir zu Hause und es hält immer noch.''

Doch jetzt ging es Richtung Neustadt zurück zur Ferienwohnung.

19:30 Uhr kamen wir dann ohne weitere Zwischenfälle an.

Jetzt erst duschen und dann ein kühles Bier.

Den Abend verbrachten wir auf der Terrasse bei lustigen Gesprächen bis spät in den Abend hinein.

Die Bastei

Die Kaffeekanne war leer.
Die Kaffeekanne war leer.

Montag morgen 05:00 Uhr der Wecker klingelt. Ihr werdet euch fragen, warum stellen sich die Verrückten so früh den Wecker. Na ja heute ist Kathi's Dialysetag. Aber erst mal einen Kaffee ein Morgenritual das unverzichtbar ist.

Kurz nach 06:00 Uhr fuhren wir, Kathi, Marita und ich dann zu Uni – Klinik in der sich das KFH (Kuratorium für Heimdialyse) befindet, dass wir zuvor im letzten Jahr gebucht hatten.

Ich parkte außerhalb des Geländes und wir gingen zum Pförtner, um zu erfahren, wo sich das KFH auf dem Gelände befindet. Haus 17 immer geradeaus. Nach 20 Minuten erreichten wir das KFH. Nachdem wir alles geregelt hatten und Kathi mit dem Taxi als Krankenfahrt zur Unterkunft zurückkommen kann, verabschiedeten wir uns und fuhren zurück.

Die anderen waren mittlerweile auch aufgestanden. Keine Frauen im Haus , Männer sind ja so hilflos :-) wer macht Kaffee. Marita setzte nochmal Kaffee auf und wir besprachen, was heute anliegt. Als erstes stand einkaufen auf der Liste. Am Nachmittag, wenn Kathi von der Dialyse zurück ist, soll es zur Bastei gehen.

Am Mittag als Kathi zurückkam und sich etwas regeneriert hatte, machten wir uns auf dem Weg zur Bastei. Auch am heutigen Tag kletterten die Temperaturen wieder über 30 Grad.

Angekommen stand auch schon ein älterer Mann wie bestellt mit einem Pferdewagen bereit. Für 10 € fuhr er uns mit dem Pferdewagen zur Bastei hoch.

Die Bastei ist eine Felsformation mit Aussichtsplattform in der Sächsischen Schweiz und befindet sich am rechten Ufer der Elbe. Sie zählt zu den meistbesuchten Touristenattraktionen der Sächsischen Schweiz. Von der Bastei fällt der schmale Felsriff ca. 194 m steil zur Elbe ab und bietet eine weite Aussicht ins Elbtal und über das Elbsandsteingebirge.

Wir hatten Glück, das noch nicht viel los war so konnten wir die bizarren Felsformationen und den Blick ins Elbtal genießen.

Langsam wurde es immer voller, Peter und Marita beschlossen noch auf die Bastei Brücke zu gehen während wir anderen es uns in Bistro gemütlich machten. Nach ca. einer Stunde kamen die beiden wieder und tranken noch etwas bevor wir und auf dem Weg zurück machte. Denn mittlerweile war es mächtig voll geworden. Wir hatten wohl die richtige Zeit abgepasst. 

Zurück in Loschwitz beschlossen wir noch etwas essen zu gehen. Am Elbufer befand sich ein Lokal, das man uns zuvor empfohlen hatte an dem wir den Abend dann ausklingen ließen.

Unten auf dem Bild seht ihr die Loschwitzer Brücke. Sie verbindet die Stadtteile Blasewitz und Loschwitz miteinander. Der Spitzname Blaues Wunder wiederum ist auch auf den hellblauen Farbanstrich der Brücke zurückzuführen. 

Die Brücke wurde 1893 als fünfte Elbbrücke im Dresdner Raum fertiggestellt und gilt als ein Wahrzeichen der Stadt.

Sächsische Schweiz - Tschechien - Ostharz

Nachdem wir uns gestern etwas ausgeruht hatten und unser Gesäß geschont hatten, geht es heute wieder durch den Nationalparks bis in das Ost – Erzgebirge.

Doch zuvor versorgten Kathi und Marita uns mit frischem Kaffee

,,Der Kaffee muss so heiß sein wie die Küsse eines Mädchens, blond wie ihre Haare, süß wie die Nächte in ihren Armen und stark wie die Flüche der Mutter, wenn sie es erfährt''

Nachdem wir unsere Motorräder startklar machten wurden wir wieder von den Nachbarn begrüßt und hielten einen kleinen Plausch. Jedenfalls waren sie neugierig, ob es daran lag, dass wir aussahen als wären wir aus dem Altersheim abgehauen, dabei ist der älteste doch erst 73 oder weil sie uns für verrückt hielten heute bei Temperaturen bis 37 Grad auf's Motorrad zu steigen. Uns soll es egal sein.

Zunächst ging es wie üblich über kleine Straßen vorbei an Radeberg und anschließend südlich nach Hohnstein. Diesmal jedoch fuhren wir die Kurvenreiche Strecke, die am Wochenende zuvor für Motorradfahrer gesperrt war. Da dieses Stück zum sächsischen Nationalpark gehört windet sich die Kurvenreiche Strecke durch eine fantastische Landschaft. Jedoch war vor und nach jeder Kurve die Strecke mit Rüttelstreifen gespickt. Weiter ging es Richtung Polen und dann Südwärts. Diesmal fuhren wir den Nationalpark über Ottendorf an, denn wir wollten die Krimitzschtalstraße noch einmal mit ihren bewaldeten bizarren Felsformationen erleben. Hier fährt auch auf der einspurigen Straße die Kirnitzschtalbahn.

Von hier fuhren wir zunächst ein Stück an der Elbe entlang bevor wir jenseits der tschechischen Grenze Richtung Zinnwald – Georgenfeld fuhren.

Was bin ich froh, dass ich eine Enduro fahre, denn die kleinen Nebenstraßen sind in einem katastrophalen Zustand.

Das alte Kopfsteinpflaster wurde teilweise einfach mit einer Teerdecke versehen, die mehr schlecht als recht darauf hielt.

Nun wurde es Zeit sich langsam Richtung Unterkunft zu machen aber nicht, ohne uns vorher zu stärken. Wir fanden schließlich eine kleine Eisdiele, in der wir uns ein bis zwei Eisbecher gönnten.

Langsam wurde es wieder unerträglich heiß das Thermometer zeigte 37 Grad an. Auch der Fahrtwind kühlte uns nicht mehr ab obwohl wir mit Motorrad – Jeans Kleidung und in Bewaldetem Gebiet unterwegs waren. Immer wieder kreuzten wir kleine Dörfer mit alten malerischen Fachwerkhäusern dabei wirkten die Dörfer und deren Umgebung wie aus einer längst vergessenen Zeit. Eine Idylle, die man auf sich einwirken lassen sollte. Diese friedliche Ruhe, die uns umgab, war einfach faszinierend.

Genug geschwärmt weiter geht’s denn wir wollen heute Abend den Grill anschmeißen und die Frauen möchten sich das WM Spiel der Damen anschauen.

Ach ja Duschen … duschen ist auch noch angesagt ich fühle mich nämlich wie ein mariniertes Steak. In der Unterkunft angekommen flogen erst mal die Klamotten in die Ecke ein kühles Bier und kurz durchatmen. Ich war heute der Grillmeister, während die anderen einer nach dem anderen duschen ging. Die Mädels bereiteten zwischenzeitlich noch den Tisch vor. Jetzt war ich auch dran ab unter die Dusche. Den restlichen Abend verbrachten wir mit Fußball lustigen Gesprächen, wo der ein oder andere schon mal ein wenig auf dem Arm genommen wurde. Das Bier und der Wein taten ihr Übriges dazu.

Eine Schifffahrt.....

Um 06:00 Uhr für das Taxi vor, denn heute ist wieder Kathi's Dialysetag. Die restliche Rentnergang war, glaube ich auch ganz froh über die Pause. Denn heute sollte es auch wieder so heiß werden. Also planten wir für heute Mittag mal etwas, um Dresden näher kennenzulernen. Das Passende war schnell gefunden. Peter und Leo fuhren noch mal einkaufen, um Getränke zu holen. Bei der Hitze hatten wir doch einiges verbraucht.

Marita plante unsere Schiffstour, während ich mir eine Auszeit nahm.

Kurz nachdem Kathi am Mittag von der Dialyse kam wir auf die andere Elbseite nach Blasewitz denn dort befand sich die Anlegestelle. Da wir etwas zu früh da waren, gönnten wir uns im nahegelegenen Biergarten noch etwas Kühles.

Von hier hatten wir auch einen schönen Ausblick auf den Elbhang von Loswitz wo sich unsere Unterkunft befand. Hier befinden sich auch die Sternwarten des ehemaligen Forschungsinstituts Manfred von Ardenne , die dem früheren Forschungsinstitut Manfred von Ardenne zugeordnet waren. Die ältere der beiden (Sternwarte „Manfred von Ardenne“, erbaut 1956) befindet sich im Dresdner Ortsteil Weißer Hirsch und ist seit 2007 wieder öffentlich zugängig.

Die jüngere der beiden (Private Sternwarte, erbaut 1969) befindet sich in der Nähe des Privathauses der Familie von Ardenne im Stadtteil Oberloschwitz und ist nicht öffentlich zugängig

Kurze Zeit später fuhren wir mit dem Raddampfer Fluss aufwärts nach Schloss Pillnitz. Die Sächsische Dampfschifffahrt oder Weiße Flotte, mit der Zentrale in Dresden gilt mit neun Dampfern als die älteste und größte Raddampfer-Flotte der Welt. Alleine das Schiff war schon sehr sehenswert, die alte Technik, die man offen anschauen konnte, war schon sehr beeindruckend. Wir genossen den Ausblick auf die Elbauen und die Architektur. Auch hier hinterließen die Zeichen der Zeit ihr spuren. Immer wieder wurden neue Villen zwischen der Alten Architektur am Elbufer errichtet. Einige passten sich in die Alte Architektur ein andere wiederum nicht. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. 

Eine knappe Stunde später erreichten wir Schloss Pilnitz.

Das Schloss Pillnitz aus dem 18. Jahrhundert liegt an der Elbe in dem ehemaligen Dorf Pillnitz. Es besteht im Wesentlichen aus drei Gebäudeteilen, dem an der Elbe liegenden Wasserpalais, dem zum Hang hin gegenüberliegenden Bergpalais und dem an der Ostseite verbindenden neuen Palais. Der von den Gebäuden eingeschlossene barocke Lustgarten wird durch einen umliegenden Schlosspark ergänzt.

Hier verweilten wir ein paar Stunden, bevor es mit dem Raddampfer wieder zurückging.

Nach unsere Ankunft verweilten wir noch ein wenig am Elbufer.

Essen gehen oder Reste von gestern auf'n Grill?

Wir einigten uns auf die Reste vom Vortag. Peter war heute dran mit dem Grillen und ich kümmerte mich um mein Motorrad. Es Quietschte wie bei einem Kampfhamster im Laufrad. Das Problem war schnell gefunden. Der Zahnkranz vom Tacho - Antrieb, welcher aus Kunststoff bestand wahr wohl zu Heiß geworden und hatte sich etwas verzogen. Kurze Hand wurde der Tacho - Antrieb außer Betrieb genommen. Die Geschwindigkeit konnte ich ja auch am GPS Gerät ablesen.

Mittlerweile war auch Peter mit dem Grillen fertig und wir konnten essen. Laut Wetterbericht sollen Morgen nur 27 Grad werden und der nächsten Tour stand nichts im Wege.

Doch zuvor ließen wir wie immer den Abend lustig auf der Terrasse ausklingen.

Irgendwie fällt mir gerade der Spruch ein ,,je oller je doller''.

Spreewald– Lausitzer Seenlandschaft

Der Spreewald, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2019. Dies sind die Abenteuer von friendsofbikes die mit 5 Freunden seit Jahren unterwegs sind um immer wieder neue Länder kennenzulernen und dringen in Gegenden vor, die Abseits vom Tourismus liegen.

Der Spreewald ist ein ausgedehntes Niederungsgebiet mit seinen natürlichen Verzweigungen der Spree, die durch angelegte Kanäle deutlich erweitert wurde. Als Auen- und Moorlandschaft ist es als Biosphärenreservat geschützt.

Kurz nach fünf Uhr der Kaffee duftet Marita ist wieder als erste aufgestanden und ich hörte das letzte Zucken der Kaffeemaschine, der Kaffee war durch. Ich räkelte mich aus dem Bett und Marita machte mir eine große Tasse Kaffee fertig. Erst mal raus auf die Terrasse.. UPS heute Morgen war es gegenüber den anderen Tagen frisch. Egal erst mal einen Kaffee und eine …. Ihr wisst schon zum wach werden.

Absolute Ruhe man hörte nur das Zwitschern der Vögel und den Wind der Zart durch die Bäume und Sträucher fuhr.

Wir unterhielten uns über die heutige Tour und über die letzten tage schauten und teilten Fotos, die wir in den letzten Tagen gemacht hatten. Langsam wurde einer nach dem anderen wach. Heute ging es eine Stunde früher los da die Tour etwas länger ist.

Zunächst ging es wieder durch einen Teil des Elbsandsteingebirges, von dem man einfach nicht genug bekommen kann über kleine Nebenstraßen Richtung Königsbrück.

Von dort ging es weiter Richtung Senftenberg durch die Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft. Dessen Gewässer, vor allem Teiche, haben generell keinen Tagesbauhintergrund und sind meist älter.

Sie werden großteils zur Fischzucht genutzt.

Mit fortschreitender Dauer und Renaturierung werden die gefluteten Tagebaurestlöcher sich von den Teichen in ihrer Umgebung optisch oft nur noch durch ihre Größe unterscheiden und mit der Teichlandschaft verwachsen. 

Wir durchqueren über kleine Straßen ,,Ups.... wo sind wir denn hier wieder gelandet egal weiter geht’s'' die schmale Straße windet sich durch dichte Kieferwälder, die uns ein faszinierendes Naturschauspiel bieten. Wäre da nicht die Straße ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Selbstredend klärt sich die Frage von selbst. Es ist einfach nicht möglich schnell zu fahren.

Wer schon mal mit einem Boot bei Windstärke 5–6 auf dem Meer war jetzt verstehen was ich meine.

Ob die hier die Asphaltdecke mit der Schippe platt gehauen haben oder ob andere Dinge im Spiel waren überlassen wir unserer Fantasie.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter und die anderen taten mir jetzt schon wieder leid. Leo hatte schon 2 mal aufgesetzt.

Jetzt fuhren wir quer durch die Lausitzer Seenlandschaft, die großteils aus Restlöchern ehemaliger Braunkohletagebaue entstanden sind. Diese werden geflutet in Seen umgewandelt und Rekultiviert.

Wir hielten bei einer kleinen Pause inne und genossen die Seenlandschaft bevor es weiter ging zum unteren Spreewald in der Nähe von Lübbenau. Dort waren wir fasziniert von der traumhaften Landschaft des Spreewaldes mit den kleinen Kanälen, die überall verzweigt durch die Landschaft führten. Langsam wurde es Zeit der zweiten teil unserer Tour in Angriff zu nehmen wenn wir heute noch zur Unterkunft wollten und fuhren der Spree entlang Richtung Lausitzer Seenlandschaft kurz vor Boxberg in der Nähe der schwarzen Pumpe fanden wir in einem 20 Seelen Nest eine urige Gaststätte mit durchgehend warmer Küche.

Als wir eintraten, dachten wir zunächst wir wären durch eine Zeitschleuse gegangen. Hier sah es noch aus wie in der Mitte des letzten Jahrhunderts. Die Wirtin noch im Kittel und Nylon Socken fragte ,, na Jungs was kann ich für euch tun''. Etwas überrascht fragten wir ob wir noch was zu essen haben können. Die freundliche Wirtin antworte natürlich. Wir begaben uns nach draußen auf den Innenhof. Kurze Zeit später kam die Wirtin und sie empfahl uns heute Eisbein mit Sauerkraut und Stampfkartoffeln was wir auch bis auf Peter bestellten. Das Essen kam auch recht zügig und wir waren überrascht von der Größe und ich kann euch sagen es hat geschmeckt wie bei Mutti.... fantastisch. Die Wirtin setzte sich zu uns, denn wir waren momentan die einzigen Gäste und wir plauderten etwas.

Zunächst fuhren wir wieder durch das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft Richtung Bautzen. Zwischendurch ließen wir uns immer von der Schönheit der Landschaft einfangen und hielten kurz an. Mittlerweile war es schon später Nachmittag. Doch jetzt wurden wir Mehrmahls von Baustellensperrungen gezwungen große Umwege zu fahren, wenn wir nicht auf die Autobahn oder Schnellstraße wollten. Zirka 40 km vor unserer Unterkunft die nächste Baustelle. Da es mittlerweile schon Abend war, stellte ich das Navi um und wir fuhren direkt über Bundes und Schnellstraßen zurück.

Nach über 12 Stunden auf dem Bock waren wir auch froh wieder da zu sein, kurz duschen ein paar Bier auf der Terrasse bei lustigen Gesprächen und den morgigen Tag geplant.

Da Kathi morgen wieder Dialyse hatte und die Temperaturen wieder auf über 30 Grad klettern sollten beschlossen wir nach dem heutigen Tag ein Bergwerk zu besichtigen.

Bergwerk Marie - Louise - Stollen

Langsam nähert sich unser Aufenthalt dem Ende zu, doch wollen wir nicht zurückfahren, ohne etwas über die Geschichte zu erfahren, die uns auf unseren Touren begleitet hat.

Zwischen dem Ost – Erzgebirge und der Sächsischen Schweiz befindet sich das Besucherbergwerk Marie Louise-Stollen. Also los geht es nach Berggißhübel denn dort befindet sich der Stollen. Da heute die Temperaturen wieder weit über 30 Grad klettern sollen erwartet uns dort eine angenehme Abkühlung... Die Temperaturen im Stollen sollen kühle 10 Grad betragen. Nachdem wir angekommen waren und die Eintrittskarten gekauft hatten mussten wir noch 25 Minuten bis zu Führung warten. Die Zeit verbrachten wir bei Kühlen Getränken. Draußen war das Thermometer wieder auf Stolze 35 Grad geklettert. Bevor es losging, wurden wir noch mit einem Schutzhelm ausgestattet und die Frauen zogen sich noch eine Jacke drüber, die man dort ausleihen konnte.

Auf dem Innenhof vor dem Eingang staute sich schon die Hitze. Schon wenige Meter in den Stollen erlebten wir einen Temperatursturz von 25 Grad. Zunächst war der Stollen noch gut begehbar, breit genug nur wegen der geringen Höhe mussten wir ab und zu den Kopf einziehen. 400 Meter soll der Stollen lang sein und alle ca. 100 Meter gab es eine Erweiterung des Stollens. Hier klärte uns der Bergführer über die Geschichte, die Geologie und über die beschwerliche und gefährliche Arbeit der Bergleute auf. Zudem waren die Bergleute, die damals in dem Bergwerk gearbeitet hatten max. 150 cm groß was Kathi natürlich mit Ihren 151,5 cm zugutekam doch für uns größeren wurde es langsam eng. Der Stollen wurde immer niedriger und an manchen Stellen so Eng, das wir befürchteten das Leo in den Stollen stecken blieben könnte. Leo machte sich auf den Rückweg und wartete bei einer Tasse Kaffee auf uns.

Nach etwa 400 Meter erreichten wir das Highlight unserer Führung. Im Mutter – Gottes – Lager befand sich die Unterirdische Seenlandschaft, die sehr beeindruckend war. Hier erzählte uns der Bergführer die Geschichte über die Abbauerweiterung und die Entstehung der Seenlandschaft. Bevor es zurück ging, machten wir noch einige Fotos. Nach knapp einer Stunde waren wir wieder zurück und trafen Leo im Wartebereich des Bergwerkes an.

Jetzt stand nur noch der Besuch der Gasanstalt Dresden auf dem Programm.

Doch heute wollten wir am Abend noch essen gehen und unseren Aufenthalt gebührend abschließen. Ein paar Km von unserer Unterkunft fanden wir auch ein Adäquates Restaurant in dem wir uns mit Sächsischen Spezialitäten verwöhnen ließen bevor es zur Unterkunft zurückging.

Gasanstalt Dresden-Reick

Bevor wir nach 9 Tagen die Rückreise antraten. Marita und ich waren wie immer die ersten die aufgestanden waren und die Ruhe bei einem Kaffee auf der Terrasse genossen. Was ich über die Tage vergessen hatte zu erwähnen, war unser persönlicher morgendlicher Fitness – Guru.

Jeden Morgen gegen 07:00 stand ein junger Mann nicht weit entfernt nackt im Wohnzimmer und absolvierte dort vor dem Fernseher sein Gymnastikprogramm das zur Morgendlichen Erheiterung beitrug. Nachdem die anderen auch aufgestanden waren und wir gefrühstückt hatten, machten wir uns auf dem Weg zur Gasanstalt. Von dem Komplex erhalten sind die Toranlage mit Pförtnerhaus, die massive Ziegel Ummauerung des runden Gasbehälters von 1879 und der ebenfalls runde Stahlbetonbau des Gasbehälters von 1909.

Einer der Gasometer ist unter dem Namen Panometer Dresden als Ausstellungsraum ausgebaut. Aufgrund seiner Architektur eignet er sich optimal zur Präsentation von 360°-Panoramen. 

Thema der Ausstellung war ,,Dresden 1945'' und sie führt auf eine Zeitreise in die Elbmetropole unmittelbar nach den Bombardements von 1945. Der 15 Meter hohe Besucherturm ermöglicht Ihnen dabei einen Rundumblick vom Dresdner Rathausturm und lässt einem die Ausmaße der Zerstörung auf knapp 3.000 Quadratmeter überblicken.

Der 15-minütige Tag- und Nachtwechsel, der akustisch und optisch simuliert wird, lassen das Panorama lebendiger erscheinen.

Nach der Ausstellung besuchten wir noch das Cafe im Panometer und sprachen über das historische Zeitgeschehen. Mann kannte das aus den Erzählungen, der Älteren die das noch miterlebt hatten. Doch das ganze in lebendigen Bildern zu sehen war doch schon erschreckend.

Jetzt hieß es zurück zur Unterkunft und die Motorräder aufladen bevor es wieder zurückgeht.

Fazit: Wir hatten eine traumhafte Unterkunft am Loschwitzer Elbhang, in der wir absolut entspannen konnten. Jedes Land, Bundesland und Region hatte seine eigenen Reize, ob es die Landschaft mit Ihren Wäldern Seen, Bergen oder Kultur war. Doch eins steht jetzt schon fest wir kommen wieder.